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08.05.2017
Beta Kasein - Genetische Unterschiede in der Eiweißzusammensetzung in der Milch
Nachzuchtgruppe Dell

Beta Kasein ist der größere Bestandteil des Milcheiweißes und kann betreffend der Zusammensetzung in unterschiedliche Gruppen eingeteilt werden. Die wichtigsten davon sind die Gruppe Beta Kasein A1 und Beta Kasein A2. Die beiden Eiweißtypen unterscheiden sich durch eine einzige unterschiedliche Aminosäure (Prolin bei A2 und Histidin bei A1). Dieser Unterschied ist durch die Vererbung bestimmt, vergleichbar z. B mit dem Blutgruppensystem bei Mensch und Tier. Nicht zu verwechseln mit dem Kappa-Kasein (Typ A oder B), welches auch vererbt wird und wo der Typ B eine eindeutig bessere Ausbeute bei der Käsegewinnung verursacht.

Seit einiger Zeit gibt es Berichte, die der sogenannten A2-Milch eine bessere Verträglichkeit betreffend Milchallergien oder auch Verdauung bescheinigen, zusätzlich gibt es Vermutungen, dass die A2-Milch vorbeugende Eigenschaften gegen Diabetes Typ 1, Herzerkrankungen und Psychosen hat. Dies darf aber auf keinen Fall zu dem Schluss führen, dass die A1-Milch diese Krankheiten begünstigt. Diese Aussagen beruhen aber auf theoretischen Versuchsmodellen und stellen keinen Beweis auf die tatsächliche Auswirkung auf die menschliche Gesundheit dar. Es gibt auch die Annahme, dass die A2-Variante die ursprüngliche Variante bei den Wiederkäuern ist, da auch Büffeln, Zebus und Ziegen ausschließlich Beta Kasein A2 in der Milch haben. Die A1-Variante dürfte erst zufällig in der Zucht entstanden sein. Dem gegenüber kann aber die A1-Milch in der Verarbeitung in den Molkereien Vorteile aufweisen. Es soll daher mit dieser Information keine Gut- oder Schlechtbewertung gemacht werden, sondern den Züchtern eine zusätzliche Information übermittelt werden. Das A2-Gen kommt zu ca. 60 – 65 % bei unseren Tieren vor, wobei aber davon nur ca. die Hälfte (1/3 aller Tiere) das Gen reinerbig tragen.

 In Neuseeland, Australien und auch in Anfangsschritten in England hat sich daher eine Vermarktungsstrategie, welche die A2-Milch als Spezialprodukt zu höheren Preisen vermarktet, entwickelt. Die Besamungsstation GENOSTAR hat jetzt auch die eigenen Stiere genetisch untersucht.

Da, wie erwähnt, spezielle Produktschienen schon bestehen und dieses Thema in unseren Breiten für Direktvermarkter interessant ist, übermitteln wir Ihnen diese Information, welche Eiweißtypen bei den Besamungsstieren vorhanden sind. Es können auch weibliche Tiere in den Herden untersucht werden, um ein herdenspezifisches Zuchtprogramm aufzustellen, die Kosten dafür betragen ca. € 20,--.

Nähere Informationen erhalten Sie bei GENOSTAR Bergland, Tel.Nr. 050 259 49000 und GENOSTAR Gleisdorf, Tel.Nr. 03112/2431.

 

Dr. F. Führer

a2a2_stieregenostarapril17.pdf A2A2 Stiere Genostar_April 2017
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